Bürgerinitiative fordert Mindestabstand von 1.500 Metern zu Windkraftanlagen – Gründungsveranstaltung am 1. April

  • 25-03-2026

Süderau, 25.03.2026 – Eine neue Bürgerbewegung macht sich für den Abstand von Windkraftanlagen stark. Unter dem Namen „Bürgerinitiative Süderau“ laden die Initiatoren zur Gründungsveranstaltung ein. Ziel ist es, einen gemeinnützigen eingetragenen Verein zu schaffen, der sich verbindlich für einen Mindestabstand von 1.500 Metern zwischen Windenergieanlagen und Wohnbebauung einsetzt.

Die Gründungsversammlung findet am 1. April um 19:30 Uhr im Feuerwehrhaus in Süderau statt. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich willkommen, sich aktiv einzubringen und die Weichen für die künftige Arbeit der Initiative zu stellen.

„Immer mehr Bürgerinnen und Bürger sehen mit Sorge, dass Windkraftanlagen in immer geringerer Entfernung zu Wohngebieten geplant werden. Wir wollen keine grundsätzliche Ablehnung der Windenergie, aber wir treten für eine verantwortungsvolle Planung ein, die Gesundheit, Lebensqualität und Eigentumswerte achtet“, erklärt Sven Nielsen, einer der Gründungssprecher. „Ein Abstand von 1.500 Metern ist aus unserer Sicht das absolute Minimum, um Schallimmissionen, Schattenwurf und landschaftliche Beeinträchtigungen in vertretbaren Grenzen zu halten.“

Besonders problematisch sei aus Sicht der Initiative die langfristige Perspektive für die eigene Ortschaft: „Unser Dorf ist bereits auf mehreren Seiten von bestehenden oder geplanten Windkraftanlagen umgeben. Bei weiteren Anlagen in geringem Abstand wird uns jede Möglichkeit genommen, uns als Ort weiterzuentwickeln“, so Frank Riese. „Baugebiete für junge Familien oder Erweiterungen bestehender Siedlungen wären dann schlichtweg nicht mehr realisierbar. Eine nachhaltige Ortsentwicklung ist unter diesen Bedingungen unmöglich.“

Die künftigen Vereinsmitglieder möchten sich insbesondere auf kommunaler Ebene einbringen, Stellungnahmen zu Bauleitplanungen erarbeiten, rechtliche Informationen bündeln und eine Plattform für betroffene Anwohner schaffen. Die Gemeinnützigkeit des Vereins wird angestrebt, um Spenden zu ermöglichen und sachlich-informativ arbeiten zu können.